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Welt 30. Dezember 2025

EU-Auktionen: Nicht nur billig – Non-Price-Kriterien werden ernst

Die EU konkretisiert Non-Price-Kriterien in Erneuerbaren-Auktionen: Resilienz, Nachhaltigkeit, Cybersecurity & Responsible Business Conduct rücken stärker in den Fokus.

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Über Jahre war die Logik vieler Auktionen simpel: Wer am günstigsten anbietet, gewinnt. Genau das ändert sich gerade – schrittweise, aber spürbar.

Mit einer EU-Implementing Regulation wird der Rahmen für Non-Price-Kriterien in Erneuerbaren-Auktionen konkretisiert. Neben dem Preis sollen (je nach Ausgestaltung im Mitgliedstaat) Kriterien wie:

  • Resilienz/Sustainability
  • Cybersecurity
  • Responsible Business Conduct

eine größere Rolle spielen. In der Regelung wird u. a. ein Umfang genannt: mindestens 30% des jährlich auktionierten Volumens oder alternativ 6 GW/Jahr pro Mitgliedstaat.

Warum ist das für Solar wichtig?

Weil Solarprojekte zunehmend „Systemkritisch“ werden: Sie hängen am Netz, brauchen digitale Steuerung und Monitoring, und die Lieferketten werden politischer bewertet als früher.

Das kann mittelfristig Auswirkungen haben auf:

  • Dokumentation der Lieferkette (Transparenz, Herkunft, Standards)
  • IT/OT-Sicherheit in Monitoring- und Steuerungssystemen
  • Nachhaltigkeitsnachweise und Qualitäts-/Compliance-Standards

Einordnung

Das ist kein „Sofort-Umbruch“ im nächsten Monat – aber die Richtung ist klar: Solar wird als Infrastruktur betrachtet. Und Infrastruktur wird nicht nur nach Preis bewertet.


Quellen