EU AFIR: Schnellladen alle 60 km – klingt simpel, ist aber ein fetter Auftrag
Ab 2025 sollen entlang der TEN-T-Korridore Lade-Hubs mit Mindestleistung stehen. Das ist Infrastrukturpolitik, aber auch knallharte Netzrealität.
Die EU hat mit der AFIR (Alternative Fuels Infrastructure Regulation) ziemlich klar gemacht, wohin die Reise geht: Laden soll planbar werden, nicht nur „irgendwo gibt’s schon eine Säule“.
Konkret heißt das (verkürzt): Entlang des TEN-T Kernnetzes sollen bis Ende 2025 Lade-Standorte mit mindestens 400 kW Gesamtleistung stehen, und mindestens ein Ladepunkt mit 150 kW – und das alle 60 km.
Das ist kein Marketing-Satz, das ist ein Infrastrukturprogramm.
Warum das nicht “einfach nur mehr Säulen” ist
- Netzanschluss & Ausbau (Mittelspannung, Trafostationen, Zuleitungen)
- Standortsuche, Genehmigungen, Bau
- Betrieb & Zuverlässigkeit (Service, Ersatzteile, Monitoring)
Und ja: Das wird überall in Europa die gleichen Diskussionen auslösen wie bei uns. Technik kann man kaufen. Netz und Genehmigung muss man sich erarbeiten, leider.
Quellen
- EU Council – AFIR angenommen (Anforderungen ab 2025, 150 kW alle 60 km etc.): https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2023/07/25/alternative-fuels-infrastructure-council-adopts-new-law-for-more-recharging-and-refuelling-stations-across-europe/
- Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur – EU context (AFIR Ziele bis 31.12.2025): https://nationale-leitstelle.de/en/charging-infrastructure-in-the-eu-context/