China: Schluss mit Preiskrieg? Regulatorisches Signal an die Solarbranche
China mahnt Solarunternehmen wegen ruinöser Preiskämpfe, Betrug und möglicher Preisabsprachen – mit Fokus auf stabilere Marktbedingungen und Qualität.
Chinas Solarindustrie ist riesig – und genau deshalb spürt man dort die Nebenwirkungen besonders deutlich: Überkapazitäten, aggressive Preisrunden und eine Branche, die sich teils selbst „kaputtsenkt“.
Laut Reuters hat Chinas Marktaufsicht Solarunternehmen öffentlich ermahnt, Preiskriege zu stoppen und warnt vor unfairen Preispraktiken (bis hin zu Preisabsprachen) sowie Betrug. Zusätzlich steht mehr Qualitätsaufsicht im Raum.
Warum ist das relevant?
Weil China nicht nur ein großer PV-Markt ist, sondern vor allem die globale Lieferkette dominiert. Wenn dort ein „ordnetes“ Signal kommt, hat das Folgen:
- Preisverlauf: Ein Ende des „alles muss billiger“ ist nicht garantiert – aber der Tonfall kann sich ändern.
- Konsolidierung: In solchen Phasen verschwinden oft die schwächsten Anbieter, stärkere Player gewinnen Marktanteile.
- Qualität & Bankability: Mehr Fokus auf belastbare Produkte (und weniger auf kurzfristiges Unterbieten) wird wahrscheinlicher.
Einordnung für Europa/Deutschland
Für Installateure und Endkunden fühlt sich das oft indirekt an: Die Module sind seit einiger Zeit günstig – aber die Musik spielt stärker bei Netzanschluss, Speicher/EMS, Genehmigungen und sauberer Auslegung. Wenn China Qualität und Marktverhalten stärker reguliert, kann das mittelfristig helfen, „wilde“ Produkte und Lieferkettenrisiken zu reduzieren.
Quellen
- Reuters (26.12.2025): China warns solar firms against price collusion, fraud: https://www.reuters.com/sustainability/climate-energy/china-warns-solar-firms-against-price-collusion-fraud-2025-12-26/