Tech: 34,76% Tandem-Laborrekord – warum Perowskit/Silizium spannend bleibt
AIKO meldet 34,76% für eine 2-Terminal Perowskit-Silizium-Tandem-Laborzelle. Rekorde sind wichtig – aber Serienreife ist das echte Ziel.
Effizienzrekorde sind in der Solarwelt ein bisschen wie Rundenzeiten im Motorsport: Sie zeigen, was prinzipiell möglich ist – aber noch nicht, was morgen auf der Straße fährt.
pv magazine berichtet, dass AIKO einen 34,76% Wirkungsgrad für eine 2-Terminal Perowskit-Silizium-Tandem-Laborzelle (mit HJT-Bottom-Cell) gemeldet hat. Das ist bemerkenswert, weil Tandem-Zellen eine der plausibelsten „nächsten Stufen“ nach klassischem Silizium darstellen.
Was bedeutet das – und was (noch) nicht?
Bedeutet:
- Das Effizienz-Potenzial über klassischem Silizium ist real.
- Der Forschungs-/Industriepfad Richtung Tandem bleibt dynamisch.
Bedeutet nicht:
- Dass wir morgen 35%-Module auf dem Dach verbauen.
- Dass Kosten, Stabilität und Massenfertigung schon gelöst sind.
Warum lohnt es sich trotzdem, das zu verfolgen?
Weil höhere Modulwirkungsgrade bei begrenzter Fläche (Dach, Gewerbe) direkt helfen können:
- mehr kWp pro Fläche,
- potenziell weniger Montage-/BOS-Aufwand pro erzeugter kWh,
- bessere Erträge in bestimmten Layouts.
Die spannende Frage für 2026+ ist: Wann kommen bankable Produkte mit überzeugender Degradation/Stabilität und Garantielogik in größerem Maßstab?
Quellen
- pv magazine (23.12.2025): AIKO achieves 34.76% efficiency for 2-terminal perovskite-silicon tandem solar cell: https://www.pv-magazine.com/2025/12/23/aiko-achieves-34-76-efficiency-for-2-terminal-perovskite-silicon-tandem-solar-cell/